Ozon-Sauerstoff-Therapie
Ein
zu niedriger Sauerstoffstatus, so Prof. Ardenne, gehört zu den
Hauptursachen für das Nachlassen der Abwehrkräfte des Menschen gegen
viele Krankheiten und für den allgemeinen Verlust an Lebensenergie und
damit Lebensfreude. Genügend Sauerstoff im Blut beugt einem Herzinfarkt
oder Schlaganfall vor. Bei der Ozon-Sauerstoff-Therapie wird dem Blut
vorwiegend durch Inhalation und leichte Bewegung Sauerstoff zugeführt.
Das angereicherte Blut kann danach wieder ungehindert durch die feinsten
Blutbahnen des Körpers fließen und alle Organe und Extremitäten mit dem
Lebenselixier Sauerstoff versorgen.
Was ist Ozon?
Die 3-atomige Sauerstoffverbindung Ozon - häufig auch als aktivierter
Sauerstoff bezeichnet - ist als Umweltgift in Verbindung mit anderen
Schadstoffen hinlänglich bekannt; da es ein Atemgift ist, sollte das
Einatmen weitgehend vermieden werden. Die positive Wirkung des Ozons
nutzt man seit über 100 Jahren zur Aufbereitung und Herstellung von
keimfreiem, sauberem Trinkwasser; in der Medizin wird Ozon seit etwa 30
Jahren in kleinen, exakt eingestellten Mengen für spezielle
Krankheitsbilder erfolgreich eingesetzt. Medizinisches Ozon ist ein
Gemisch aus reinstem Ozon und reinstem Sauerstoff (0,05 % bis max. 5 %
Ozon).
Wie wird Ozon verabreicht?
50 bis 100 ml patienteneigenes Blut werden außerhalb des Körpers (in und
mit sterilem Einmalmaterial) mit einer exakt definierten Ozonmenge
angereichert, das mit den roten und weißen Blutkörperchen zu 100 %
reagiert und deren Stoffwechsel aktiviert. Dieses aktivierte Eigenblut
(nicht Ozon oder Sauerstoff!) wird dem Patienten unmittelbar wieder
zugeführt. Zusätzlich gibt es eine Reihe weiterer Anwendungstechniken
wie z.B. den lokalen Einsatz von Ozon-Wasser.
Wie wirkt Ozon?
Für die Zusatzbehandlung in der Krebstherapie nutzt man die
immunaktivierende Wirkung des Ozons: Immunzellen - wie Lymphozyten,
Helferzellen, Suppressorzellen, natürliche Killerzellen - werden durch
die Ozon-Reaktion aktiviert und antworten mit der Produktion ihrer
Botenstoffe, den Cytokinen, zu denen z.B. die Interferone gehören. Ozon
bewirkt also einen körpereigenen Interferon-Anstieg (oder Interleukin
Anstieg), und dies setzt nach Rückführung des Eigenblutes im gesamten
Organismus eine Kaskade der körpereigenen Immunreaktionen in Gang.