Die
Augendiagnostik ist ein auf Erfahrungen begründetes Verfahren zur
Hinweisdiagnostik, das auf der Grundlage von Farbe, Dichtigkeit und
Zeichen, Zusammenhänge zu bestimmten Funktionsstörungen, Erbkrankheiten
und/oder Erbschwächen in bestimmten Organgruppen herstellt. Nach J.
Angerer werden verschiedene Irisphänomene unterschieden:
formale Zeichen (z.B. Krypten, Substanzdefektzeichen)
strukturelle Zeichen (z.B. Irisfasern, Auflockerungen)
vasale Zeichen (z.B. blutgefüllte Gefäße)
nervale Zeichen (z.B. Reizfasern)
humorale Zeichen (z.B. Kristallbildung)
chromatische Zeichen (z.B. Pigmentierungen)
Eine weitere Einteilung nach J. Deck differenziert nach Organ-,
reflektorischen und physiologischen Zeichen. Als konstitutioneller
Aspekt wird vorwiegend die Reaktionsbereitschaft des Individuums
gedeutet.
Hinweise auf eine individuelle Neigung zu Erkrankungen und eine
genetische Ansprechbarkeit auf bestimmte Krankheiten werden aus der
Farbe und der Struktur der Iris gewonnen und mit verschiedenen
Konstitutionsformen bezeichnet.